unterwegs - Archiv

unterwegs Von dawyd am 5. April 2010

Lugano.

Lugano kann man in Worte fassen: Stadtkern hui, aussendrum fui. Wie dem auch sei, dort fand am 2. April ein niedlicher, bescheidener Pre-Ostern-Markt statt. Viele, viele hübsche Stände mit allerlei grossartigem Zeugs und leckeren Mampfsüssigkeiten füllten die ohnehin schon recht engen Strassen im Stadtkern. Überall wird da und dort Musik live gespielt, alle Frauen laufen mit Louis Vuitton Taschen herum, dass es in den Augen wehtut. Aber sonst wirklich grossartiger Markt, viele nette Leute, grosses Loch in meinem Portemonaie, eine satte Amelie. Photonen en masse gleich nach dem Klick.

unterwegs Von marcel am 2. April 2010

Hamburg.

Hamburg kann man nicht in Worte fassen – man muss einfach da gewesen sein. Besonders beeindruckt hat mich das Schanzenviertel: überall lange Tische direkt an der Straße und selbst Abends unendlich viele, gut-gekleidete Menschen auf der Straße. IchmöchtegarnichtwissenwiedasimSommerist. Die Menschen sind unglaublich nett und so wird man auch mal auf offener Straße angesprochen und bekommt ein paar Geschichten über die Schanze erzählt, unglaublich. Fahrt hin. Ein Haufen Bilder nach dem Klick.

unterwegs Von dawyd am 13. März 2010

Ein Abend in Zürich No. 2

Heute wieder neues aus der Rebellisch-Zentrale. Die Fortsetzung der beherzten “Ein Abend in Zürich”-Serie, noch spannender, noch blutiger, noch zynischer.
Genau genommen ist es ein ganzer Tag in Zürich, nicht nur ein mickriger Abend.
Angefangen um acht Uhr morgens mit Schütteln von Orangensaft (der Deckel war nicht ganz drauf) und Suchen der nicht vorhandenen Unterwäsche.
Zu spät zu Verabredungen kommen war heute morgen angesagt as well, da zwischen mir und meinem Bus eine Armada von Seniorinnen aus dem Unterholz auftauchte. Und sie bewegten sich nicht gerade schnell mit dem Nordisch Walking Zeugs, so nebenbei erwähnt. Was ich dann über den Mittag im Jazzclub ‘Moods’ machte, geht euch soviel an wie die Titten meiner Grossmutter.
Unglaublich auch, dass ich am Bahnsteig von einer komischen Göre angebaggert wurde. Fragte, wohin ich gehe und wo ich wohne, was sie in etwa so viel angeht, wie… ach ihr wisst schon.
So, 15 Uhr, Friseurtermin par Excellance. Ich wollte meine Haare übrigens gewaschen, nicht mein Genick am Waschbecken gebrochen. Aber sei trotzdem bedankt, postpubertierende Friseurlingstochter, mein Kopf kommt blanchiert viel knackiger daher.
So, jetzt der Klamottenkauf. Auf dem Weg zu diesem Hennes und Moritz oder wie auch immer musste ich durch den Strom von semibetrunkenen Fussballfans. Von alt bis jung war unter dem Pöbel alles zu finden – alle mit einem Bier in der Hand. Auch ein kleines Jungchen mit einer 1Liter Eisteeflasche war dabei. Stark, man!
Im Harald und Morris war ebenso hooligantechnischer Andrang, weil ein Witzbold ein “SALE!!!!!!VERDAMMT!!!!!!ELF!!” auf die Schaufenster klebte. Und auch da waren wieder Seniorinnen, die zwischen mir und meinen Klamotten standen. Ein paar Pullover und ein Hemd aus dem Regal gegriffen und bloss weg. Far away. Anprobieren wollte ich das Zeug sicher absolut sowas von nicht, alles was ich wollte, ist ohne zu bezahlen rausgehen. Und Mann von Welt kennt seine Grösse. Nach ein paar dutzend Versuchen, dieses Blingbling-Alarmdings von den Kleidern zu entfernen, habe ich mich nun doch noch dazu entschlossen zu bezahlen, tja.
Da war im Übrigen auch ein Carlos, der wie besessen an der Spiderman-Unterwäsche herumgrabschte und ‘Kuuuuhl!’ von sich gab. Jetzt war ich mir sicher, dass ich es mit einer Carla zu tun habe.
Uuund jetzt noch beim Klamottenverteiler mit ‘Rebellisch Von-Güte-Zertifikat’ vorbeischauen. Aus Werberechtlichen Gründen darf ich den Namen des Ladens leider, leider nicht verraten (Jack and Jones).
Ein echt kuhler Laden mit super Stimmung, bis diese Ich-hab-ein-Haar-am-Sack!!!-Schüler-Gang auftauchte. Ich kaufte übrigens ein Hemd und bekam eine VIP-Karte mit Rabattenzeugs, oh ja.
Werbeunterbrechung *blingbling*: Starbucks am Central – super Bedienung. Ausschau halten nach dem semischwarzen Mann mit oranger Brille, du bist super <3.
An mehr Details vom Tag kann ich mich nicht mehr erinnern, weil ich schlicht zu müde dazu bin. Morgen vielleicht, Kinder :*
Wünscht mir Glück, mein erster Rasierversuch heute :rebell
Werde morgen wieder im Jazzclub sein, falls ihr mich suchen solltet, was aber hoffentlich niemand macht. Ich will keinen von euch dort sehen.
Aber sowas von.
Guten Abend.

unterwegs Von marcel am 27. Januar 2010

Ein Besuch im Krankenhaus.

Tja, da wird man im Wurf hinterlistig von hinten geschubst und haut sein Kinn fein auf den dreckigen Hallenboden – “Cut”, würde es der cholerische Boxkommentator nennen. Was einem dann blüht: ein 90ziger-Jahre Block, in dem ein paar Akademiker alte Senioren pflegen. Notaufnahme. Mit einem aufgesetzten Lächeln der, zugegebener Massen, äußerst opulenten Empfangsdame begrüsst, wird man gleich weiter auf ein Haufen blauer Stühle verwiesen. Schließlich muss auch der Arzt mal Pause machen. Mittlerweile 20:47 Uhr. Die letzten Zivis streunen über die klinisch-weiß gestrichenen Flure, vereinzelt verirren sich auch verwirrte Bademantel-Patienten in die Notaufnahme. Die Kühlung der Getränke brummt. Onkel Donktor scheint aber ein fürstliches Mahl zu sich zu nehmen. Mich beobachtet eine kleine Überwachungskamera. Dämlicher Notarzt überweist mich an eine einfache Krankenschwester. Benutzt meinen Bauch als Ablage, soso. Ziehe eine Augenbraue hoch und werfe ihr skeptische Blicke zu. Scheint sie nicht zu stören. Fertig.

unterwegs Von marcel am 17. Januar 2010

Nächste Woche: Designcamp.

Soso, das nächste Themencamp steht also an. Am Dienstag startet in meiner großartigen Domstadt die immCOLOGNE – ab Samstag stoßen dann ein Haufen abgefahrene Menschen dazu und veranstalten im supersexy Kongresszentrum das Designcamp. Wer sich beeilt, kommt bestimmt noch an einen der Restplätze – natürlich ist auch das Designcamp nach alter Barcamp-Tradition komplett kooostenlos. Mit mir dabei: Maxikey & das Kopflicht.

unterwegs Von dawyd am 28. Dezember 2009

Ein Abend in Zürich.

Da wäre ich also, angekommen am Zürcher Hauptbahnhof. Ich schaue mich kurz um und entdecke schon die typischen Cliquen dort. Einerseits die Pseudo-Gangster mit ihren T-Shirts Grösse “Adipös” und die Möchtegern-Italos, die ihre viel zu engen Jeans 1. unglaublich komisch tief tragen und 2. in ihre weissen Socken stecken, damit man auch ja die Marke am Schuh sehen kann. An der Bahnhofstrasse herrscht reger Betrieb. Man muss die hässlichen Geschenke auch sobald wie möglich umtauschen, klar. Müssen die Leute aber so dämlich gehen? Die eine Mexikanerin vor mir zieht ihre Freundin, die hinter mir steht, am Arm nach und rempelt mich weg, die Touristen knipsen mit teuren Nikons das Geschehen und denken, mit dem Blitz könnten sie etwas ausmachen am Bild. Besonders toll sind die Fotografen, die ohne Vorwarnung abrupt stehen bleiben, sich umdrehen und mir ins direkt ins Gesicht blitzen. Inzwischen laufe ich zwischen den Tramschienen, um noch einigermassen voran zu kommen.